Zum ersten Mal in dieser Saison trafen die Wertinger und die Ingolstädter Basketballer aufeinander. In der Tabelle liegt Wertingen direkt hinter den Gästen auf Platz drei. Dementsprechend groß war die Euphorie, dass man mit 2 Siegen in den letzten drei noch ausstehenden Spielen den Platz zwei der Tabelle erreichen kann. Zwei der noch ausstehenden drei Spiele sind gegen den ESV Ingolstadt zu spielen.
Ein Blick auf die Statistik der Liga zeigt, dass Basketballer aus der Autostadt 3 Spieler in Ihren Reihen haben, die für die Punkte verantwortlich sind. 25, 15 und 12 Punkte im Schnitt pro Spiel. Der genauere Blick zeigt dann auch noch, dass die Gäste nicht so schlecht von jenseits der Drei-Punkte-Linie scoren.
Die Stadthalle war gut besucht und aufgrund des Wahllokals im Foyer schauten die einen oder anderen Wähler in die Halle. Es mussten im Verlauf des Spiels zusätzliche Bänke aufgestellt werden um allen Zuschauern einen Sitzplatz bieten zu können.
Das erste Viertel wurde mit einem erfolgreichen Dreier der Gäste eröffnet (es sollte nicht der letzte an diesem Spieltag gewesen sein). Nach ein paar Minuten des gegenseitigen abtasten, wurde dann Basketball gespielt und es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem es Wertingen schaffte sich einen kleinen Vorsprung von 4 Punkten zu erspielen. Dass der Vorsprung nicht größer ausgefallen ist, hatten die Ingolstädter Basketballer vor allem ihren beiden Spielern Lukas Nick und Torsten Thäsler zu verdanken, die den ESV im Spiel hielten.
Im zweiten Viertel zeigte sich dann die individuelle Qualität beider genannten Spieler. Während die Wertinger Verteidigung unter dem Korb gebunden wurde, kamen diese beiden zu offenen Würfen jenseits der Drei-Punkte Linie und verwandelten diese mit teilweise beeindruckender Präzision. Ging mal ein Wurf daneben, dann holten sich die Gäste immer wieder einen Offensive-Rebound und kamen so zu zweiten Wurf-Versuchen. Die Hausherren schafften es in dieser Phase nicht, die offenen Würfe und auch die Rebounds zu verhindern. Offensiv sah es so aus, als ob nur Betim Buja mit seinen Aktionen und Punkten dagegen halten konnte. Der Wertinger Top-Scorer hatte am Ende 34 Punkte auf seiner Seite stehen. So viel wie kein anderer Spieler in dieser Partie. Dennoch reichte dieses Einzelleistung nicht und Ingolstadt beendete die erste Halbzeit mit einem 5 Punkte Vorsprung zum 35:40.
Feuer frei, war wohl das Motto der Herren Buja, Nick und Thäsler. Wer trifft mehr Dreier? So manch Zuschauer wunderte sich doch sehr über die Wurfauswahl auf Seiten der Hausherren. Der Versuch mit vielen Drei-Punkt-Treffern den Anschluss wieder her zu stellen, ist aber leider nicht aufgegangen. Schuld daran waren mitunter zu schnelle Abschlüsse, zu wenig Rebounds im Angriff und ein zu großes Vertrauen in die Würfe von jenseits der Drei-Punkte Linie. Obwohl Wertingen mit Benjamin Maag, Severin Seifert und Spielertrainer Luka Maretic große Leute im Kader hat, fand der Ball nur selten den Ball zu diesem um die Vorteile unter dem Korb auszunutzen. Und so verwandelte sich der 5 Punkte- in einen 10-Punkte-Rückstand.
Im letzten Viertel konnte man sich wieder bis auf 8 Punkte heranarbeiten. Dank einiger Ballverluste auf der Gäste-Seite und den daraus resultierenden Punkten war dies möglich. Dennoch behielt Ingolstadt die Ruhe und die beiden prägenden Spieler in ihren Reihen beruhigten das Spiel und sicherten am Ende den Sieg und bescherten den Wertinger Basketballern im letzten Heimspiel eine bittere Niederlage im Rennen um Platz zwei, der nur noch rechnerisch möglich erscheint, da Wertingen noch auswärts beim unbesiegten Tabellenersten aus Neuburg antreten muss (15.03.2025). Bevor es dann am letzten Spieltag der Saison erneut gegen den ESV Ingolstadt geht, diesmal auswärts 06.04.2025).
Für die Freunde der Statistik; Ingolstadt traf in diesem Spiel 15 Drei-Punkt-Würfe, Wertingen derer nur 8. Das Scoring der Gäste verteilte sich auf Lukas Nick (25); Torsten Thäsler (27) Viktor Sosulja (12) und Robert Stetter (10)
Spielverlauf: 21:17 – 35:40 – 55:65 – 75:87
Für Wertingen spielten: Buja Betim (34); Heine Philipp (0); Helber Joshua (6); Maag Benjamin (8); Maretic Justin (3); Maretic Luka (14); Rudari Gentrit (8); Seifert Severin (2); Wenzl Marco (DNP)



